Forschung zum Anfassen – BGI41 im Praktikum an der Ruhr-Universität Bochum

13. Juli. 2026 | Allgemein, Anmeldung, Fachbereich Architektur, Bau & Ingenieurswissenschaften

Im Rahmen unseres Schulpraktikums hatten wir die Möglichkeit, vom 22.06.2026 bis zum 03.07.2026 ein zweiwöchiges Praktikum an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Bereich Elektrotechnik und erneuerbare Energien zu absolvieren.

Während dieser Zeit erhielten wir spannende Einblicke in das Unileben, die Arbeit in modernen Laboren und verschiedene Themen der Leistungselektronik. Das Praktikum war abwechslungsreich und bot viele Möglichkeiten, selbst praktische Erfahrungen zu sammeln.

Jeden Morgen trafen wir uns um 9:00 Uhr mit den Dozenten. Der Tag begann meist mit einer Theorieeinheit oder einem Messversuch, der bis zur Mittagspause um 12:30 Uhr dauerte. In diesen Einheiten lernten wir die Grundlagen, die wir später in den Laboren praktisch anwenden konnten. Am Ende jedes Tages fertigten wir einen Bericht über die behandelten Inhalte an, um das Gelernte zusammenzufassen.

Zu Beginn wurden wir in die Themen Leistungselektronik und Elektromobilität eingeführt. Anschließend besichtigten wir verschiedene Labore und lernten moderne Messgeräte kennen. Besonders interessant war die Arbeit mit einem Oszilloskop, mit dem wir elektrische Spannungen und Ströme messen und auswerten konnten. Außerdem erhielten wir Einblicke in verschiedene elektrische Maschinen, wie Asynchronmaschinen und Gleichstrommotoren, und lernten deren Aufbau und Funktionsweise kennen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung von Tiefsetzstellern. Dabei führten wir verschiedene Messungen durch und untersuchten den Einfluss von Schaltfrequenz, Tastverhältnis und unterschiedlichen Bauteilen auf das Verhalten der Schaltung. So konnten wir die theoretischen Inhalte direkt praktisch anwenden und besser verstehen.

Auch das Thema Photovoltaik spielte eine wichtige Rolle. Wir beschäftigten uns mit dem Aufbau und der Funktionsweise von Solarzellen, führten Messungen an einer Photovoltaikanlage durch und simulierten den Ertrag von Solaranlagen an verschiedenen Standorten. Dadurch erhielten wir einen guten Einblick in die Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromversorgung.

Zusätzlich arbeiteten wir mit MATLAB Simulink und erstellten Simulationen elektrischer Schaltungen. So konnten wir nachvollziehen, wie sich verschiedene Bauteile auf Spannung und Strom auswirken. Außerdem führten wir Messungen an Transformatoren durch und lernten deren Aufbau sowie ihre Funktionsweise kennen.

Ein besonderes Highlight des Praktikums war der Besuch des SWIPLab (Windpark-Simulations-Labor) der Universität. Dort konnten wir beobachten, wie Windparks mithilfe moderner Simulationen hinsichtlich ihrer Aerodynamik und Leistung analysiert werden. Dieser Einblick zeigte eindrucksvoll, wie Forschung und Praxis im Bereich der erneuerbaren Energien zusammenarbeiten.

Zum Abschluss des Praktikums hielten wir eine Präsentation, in der wir die Inhalte und Ergebnisse der vergangenen zwei Wochen vorstellten. Dadurch konnten wir unser neu erworbenes Wissen noch einmal zusammenfassen und präsentieren.

Insgesamt hat uns das Praktikum sehr gut gefallen. Es war spannend, die theoretischen Inhalte aus der Schule in der Praxis anzuwenden und moderne Messtechnik kennenzulernen. Besonders hat uns gefallen, dass wir viele Versuche selbst durchführen, die Ergebnisse auswerten und die Zusammenhänge anschließend besser verstehen konnten.

Das Praktikum hat mir einen guten Einblick in technische Berufe sowie in das Studium an einer Universität gegeben und mein Interesse an Elektrotechnik weiter verstärkt. Ich kann ein solches Praktikum jedem empfehlen, der sich für Technik, Elektronik oder erneuerbare Energien interessiert.

Text: BGI41